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Dienstleistungsmanagement

m Fokus der Aufsicht

Ausgangslage – Das Dienstleistungsmanagement im Fokus der Aufsicht


Häufig wird das Dienstleistungsmanagement nur rein singulär und nicht im Kontext betrachtet. Der Fokus liegt oft auf der Handhabung der einzelnen Leistungserbringung und nicht auf dem Gesamtkontext aller Dienstleistungen, deren Abhängigkeiten und Verknüpfungen im Prozessgefüge des beauftragenden Unter-nehmens. Dabei ist die gesamthafte Perspektive und das umfassende Management für die Strategie, das Risikomanagement und letztendlich für den materiellen und wirtschaftlichen Erfolg von Auslagerungen und Dienstleistungen von entscheidender Bedeutung.

Der vermeintliche Kosten-, Know-How- oder Geschwindigkeitsvorteil kann sich schnell ins Gegenteil ver-kehren, wenn nicht ein ganzheitliches Dienstleistungsmanagement betrieben wird. Dabei wird der admi-nistrative oder regulatorische Aufwand für eine Leistungserbringung oder auch mögliche Qualitätsprob-leme bei der Dienstleistung, die erwünschten Vorteile rasch aushebeln. Jede Dienstleistung durch einen Dritten verändert damit auch die Risikopositionen des Auftraggebers.

Aufsichtsbehörden formulieren Handlungsbedarf


Auch die nationale und internationale Aufsicht ist auf diese Sachverhalte aufmerksam geworden und hat in der Vergangenheit mit Regularien und mit Prüfungen auf die zunehmende Tendenz des Finanzsektors zum Drittbezug von Dienstleistungen reagiert. Die Anzahl an Auslagerungen und externen Dienstleistern, die sich bei einem durchschnittlichen Institut ergibt, ist mitunter sehr groß und kann schnell im 3-stelligen Bereich liegen.

Vermehrt stellt die Aufsicht die oben schon genannten Probleme im Dienstleistungsmanagement durch die Finanzinstitute fest. Hinzu kommt eine wachsende Anzahl von Angriffen auf IT-Strukturen, Intransparenz bei Sub-Dienstleistern oder Klumpen-Risiken durch Beauftragung weniger, teils oligopolistischer Anbieter.
Mängel im Dienstleistungsmanagement oder beim Dienstleister werden bei Prüfungen häufig mit F3 oder F4 (schwerwiegende Mängel) moniert. Auch zum Teil erhebliche Zuschläge auf die Risikovorsorge sind die Folgen für die Institute.

Als weitere Konsequenzen verschärfen nun eine ganze Reihe neuer regulatorische Vorgaben den Druck auf das Management erheblich. Neben den MaRisk und BAIT, stellen insbesondere die EBA Guidelines hohe Anforderungen an die Dienstleistersteuerung bzw. an das auslagerungswillige Institut. Zusätzlich verstärkt werden diese durch das kommende FISG (Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität). Hier-bei ist von Bedeutung, dass es zunächst unerheblich ist, ob ein sonstiger Fremdbezug, eine unwesentliche Auslagerung oder eine wesentliche Auslagerung vorliegt. Etliche Vorschriften betreffen alle drei Dienstleis-tungsformen.

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